Gesehen, gelesen, gehört 2016


Gesehen:

Beendet habe ich Jessica Jones (Netflix). Die Serie brauchte – wie so viele derzeit – zwei bis drei Folgen, um mich zu packen, entwickelte sich aber zu einer anspielungsreichen, spannenden Story mit feministischem Hintergrund, in der  viele tradierte Superheldenstereotypen gebrochen wurden und in der die Themen sexuelle Gewalt und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt gestellt wurden.

Angefangen – für Zwischendurch – The Last Kingdom (Netflix), ein  Achtteiler, in dem der Kampf zwischen Engländern und Dänen im ausgehenden 9. Jahrhundert als Background für eine klassische  „einer irgendwie gegen alle“-Geschichte dient. Kann man sehen, ausreichend Spannung, um dranzubleiben, herkömmlich erzählt.

Gelesen:

Ms. Marvel, Bd. 2 (Panini). Die neue Ms. Marvel ist Kamala Khan, eine 16-jährige muslimische Amerikanerin. Sie ist ein Comic-Nerd, wächst wohlbehütet in einem übervorsorglichen, traditionsbewussten Elternhaus auf. Eines Tages entdeckt sie, dass sie ihren Körper beliebig umwandeln kann. Das Superheldendasein wird nicht einfacher, wenn man als normale 16-Jährige auch damit beschäftigt ist, seinen Platz in der Welt zu finden und sich zwischen elterlicher Fürsorge und religiösem Umfeld behaupten muss. Ms. Marvel ist – bisher – eine schön erzählte Coming-of-Age-Geschichte mit einer – im Superheldenuniversum – ungewöhnlich normalen, liebenswerten Heldin und wurde zu recht viel gelobt.

Hawkeye, Megaband 2 (Panini). Kate Bishop trifft auf Madame Masque in Los Angeles, Clint Barton kriegt es in New York wieder mit der Mafia zu tun. Schön gezeichnet, interessante Figuren.

Maxim Biller: Der gebrauchte Jude (KiWi). In diesem Selbstportrait erzählt Biller von seinem Weg zum Schriftsteller, von seinem Ringen mit dem, was es bedeutet, in Deutschland Jude zu sein. Zugleich ein Stück Kulturgeschichte der Achtziger Jahre.

dabei:

Mawil: The Singles Collection (Reprodukt)

Maxim Biller: Bernsteintage (KiWi)

Patrick Deville: Kampuchea (bilgerverlag)

Michael Rutschky: Mitgeschrieben. Die Sensationen des Gewöhnlichen (Berenberg)

Gehört:

Die Literaturagenten (Podcast, radioeins)

Spotify – Dein Mix der Woche. In diesem Jahr bisher enttäuschend.

Kendrick Lamar: To Pimp a Butterfly.

 

 

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