Meine Lieblingsbücher der ersten Jahreshälfte 2011


Es ist wieder an der Zeit, einen Rückblick auf das erste Bücherhalbjahr zu werfen.

Komischstes Buch: Sven Regener: Mein Jahre mit Hamburg-Heiner

 

zeitgenössische Belletristik: Rafael Horzon: Das weisse Buch

Es könnte auch in der Kategorie drüber stehen, die Geschichte eines Tausendsassas, voller abstruser Ideen. Eine Akademie wird gegründet, ein Apfelkuchengeschäft, ein Möbelladen, in dem es nur Regale zu kaufen gibt. Außerdem entwirft Horzon den Plan, durch Fassadenverschalung zur Stadtverschönerung beizutragen, handelt sich dabei Ärger mit seinem Vermieter ein. Schön erzählte (in Teilen) fiktionale Autobiographie eines Künstlers, der alles, nur kein Künstler sein will.

Erschienen bei Suhrkamp

 

 

Krimi: Tony O’Neill: Sick City

 

Sachbuch: Lentes/Roth (Hrsg.) Im Bahnhofsviertel. Expeditionen in einen legendären Stadtteil

Umfassendes, vielschichtes Porträt des Frankfurter Banhofviertels. Der Band versammelt Beiträge von Autoren wie Jakob Arjouni und Martin Mosebach, klärt über Mythen der Laufhausprostitution auf, erinnert an die Zeit, als das Viertel die Zentrale des deutschen Pelzhandels war. Eine liebevoll-kritische Topologie, reich bebildert. Auch für Nicht-Frankfurter.

Erschienen im B3-Verlag

 

 

Wiederkehrendes Ärgernis

Das immer wieder vergebliche Warten auf eine Spiegel-Bestsellerliste, von deren Top-Ten-Titeln ich nicht nur einen oder zwei lesen möchte. Und damit das vergebliche Warten darauf , dass sich Qualität besser verkauft als am Reißbrett entworfene Dutzendware.

Und eure Favoriten?

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4 Gedanken zu “Meine Lieblingsbücher der ersten Jahreshälfte 2011

  1. Meine Favoriten: „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf (schon im letzten Jahr erschienen) – unglaublich, dass es so etwas heute noch gibt: lustig, intelligent, aktuell und doch zeitlos. Für mich eins der besten deutschen Bücher der letzten Jahre. Und dann Jonathan Lethem „Chronic City“, wunderbar verschroben, paranoid und verkopft. Eigentlich so wie Pynchon, nur lesbarer.

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  2. Mein Favorit des Jahres bisher: Going Bovine von Libba Bray (grässlicher deutscher Titel: Ohne.Ende.Leben); ein absurder, witziger, cleverer Roadtrip. Dabei hatte ich von dem Buch genau gar nichts erwartet.
    Mein zweiter Favorit ist gar nicht dieses Jahr erschienen und mir nur bisher durchgegangen, zählt daher wahrscheinlich nicht: In der Misosuppe von Ryu Murakami

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