Packendes Debüt. Mireille Zindel „Irrgast“


zindel_irrgast_cover_wElisabeth Vil, Ärztin aus Zürich, erlebt, wie ihr verhasster Freund vor ihrer Haustür ermordet wird. Sie entzieht sich daraufhin völlig der Außenwelt, meidet jegliche sozialen Kontakte. Erst als die resolute Anna unvermittelt auftaucht und sich in Elisabeths Leben drängt, beginnt sie wieder, sich ganz langsam aus ihrer Starre zu lösen. Das hört sich jetzt erstmal wie ein Film mit Veronica Ferres in der Hauptrolle an, ist aber Literatur weit jenseits von irgendwelchem Betroffenheitskitsch. „Irrgast“ kommt mit einem Minimum an Personen aus, ist eine Mischung aus Kriminalroman und psychologischer Erzählung auf engstem Raum. Während der Suche nach dem Mörder verwischen sich die Wahrnehmungsebenen, Traum und Wirklichkeit sind bald nicht mehr voneinander zu trennen, die Handlung nimmt unerwartete Wendungen. Plötzlich ist Elisabeth selbst des Mordes verdächtig, ein Kater taucht auf und Anna verschwindet.

Sprachlich auf das Notwendige reduziert, ist „Irrgast“ ein packender, eindringlicher und wundersamer Roman, das literarische Debüt von Mireille Zindel.

„Irrgast“ ist im Salis Verlag erschienen.

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