Noch aufgefallen: Buchmesse in 10 Punkten


1. Der diesjährige Literaturnobelpreisträger war in Deutschland kommerziell wenig erfolgreich und wechselte häufig seinen deutschen Verlag. Deshalb konnten sich gefühlt 20 Verlage mit dem Aufkleber „Literaturnobelpreis 2008“ schmücken.

2. Messehallen sind immer miserabel klimatisiert. Ausnahme war das Pressezentrum.

3. Auf mindestens 50 Prozent aller ausgestellten deutschsprachigen Bücher kann man getrost verzichten. (vermutlich auf 80 Prozent oder mehr, aber ich will hier mal optimistisch schätzen)

4. Wenn man zwei Urlaube in Ägypten verbracht hat, dann muss man ein Buch schreiben, in dem vor der Fahrt in ägyptischen Bussen und vor dem Verzehr von gewaschenem Obst gewarnt wird.

5. „Eifel-Krimi“ ist mittlerweile ein Qualitätsprädikat.

6. An den Fachbesuchertagen sind mindestens 20 Prozent keine Fachbesucher.

7. Von diesen 20 Prozent stecken mindestens 50 Prozent alles in die  Tüten, was es umsonst gibt, inklusive „Junge Freiheit“ und Prospekten von Verlagen, die sich auf Bücher über Melkmaschinen spezialisiert haben.

8. Dass immer noch „Erscheint nur Online?“ gefragt wird, wenn man in einen Presseverteiler aufgenommen werden möchte, auch wenn „nur Online“ im Fall eines Kollegen 20.000 thematisch interessierte Besucher pro Tag  bedeutet.

9. Auffallend auch das peinlich berührte Gesicht der Besucherin, die am Stand von Random House beim Klauen erwischt wurde.

10. Kochen – 1680 Rezepte für Sie sieht immer noch so aus wie die Erstausgabe aus dem Jahr 1979.

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