Burkhard Spinnen übernimmt Jury-Vorsitz beim Bachmannpreis 2008


Spinnen löst damit Iris Radisch ab, die in diesem Jahr nicht mehr in der Jury sitzt.

Die Jury wird von 9 auf 7 Mitglieder reduziert.

Ebenfalls nicht mehr dabei sind Karl Corino (dessen Übellaunigkeit und Missmut über Peter Licht zu den Höhepunkten 2007 gehörte), Ilma Rakusa und Martin Ebel. Neu in der Jury ist der schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer.

Die Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 26. bis 28. Juni 2008 in Klagenfurt statt, der Bachmannpreis wird, auch eine Neuerung, am Abend des 28. Juni verliehen.

Bewerbungen können noch bis zum 15. Februar an ein oder mehrere Jurymitglieder geschickt werden, eine Empfehlung eines Verlages oder einer Literaturzeitschrift ist Voraussetzung.

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Heute in BILD


Monatg, die BILD liegt im Briefkasten. Aufmacher: Herr Sarkozy und seine Carla Bruni, die Erotik der Macht. Der Artikel garniert mit hübschen Bildern, Carla Bruni im durchsichtigen Oberteil, Carla Bruni lasziv auf einem Rücksitz räkelnd, Carla Bruni und Herr Sarkozy Arm in Arm, sehr hübsch anzuschauen. Bisschen viel Text, aber ganz nett. Ansonsten noch Berichte über das Dschungelcamp und den neuen Fernsehfilm von Veronica Ferres, was man so lesen will in BILD. Der Sportteil ist etwas mager, ist ja Bundesligapause.

Aber irgendwas fehlt heute in BILD. Da stelle ich mir einige Fragen.

Wo ist das nackte Mädchen auf Seite 1?

Warum hat BILD Format und Papiersorte geändert?

Warum liegt BILD eigentlich in meinem Briefkasten?

Und warum nennt sich BILD jetzt DER SPIEGEL?

Für sachdienliche Hinweise wäre ich dankbar.

Juli Zeh: Schilf


Nach dem guten „Adler und Engel“ und dem herausragenden „Spieltrieb“ legt Juli Zeh mit „Schilf“ ihren dritten Roman vor. Es ist ein Kriminalroman, der uns präsentiert wird.

Oskar und Sebastian, zwei Physiker, sind seit ihren Studientagen miteinander befreundet. Beiden haben einen Hang zur Genialität und Arroganz, vor allem Oskar zeichnet sich durch eine spöttische Ablehnung allem Profanen gegenüber aus. Sebastian ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt ein relativ normales Familienidyll. Trotz regelmäßigen Besuchen entfremden sich Sebastian und Oskar im Laufe der Zeit. Sebastian ist ein Vertreter der „Vier Viele-Welten-Theorie“, die sich auf den Grundsatz, „Alles, was geschehen kann, geschieht auch“ vereinfachen lässt, Oskar lehnt „Juli Zeh: Schilf“ weiterlesen

Amélie Nothomb: Liebessabotage


Die Geschichte einer unglücklichen Liebe vor dem Hintergrund eines Weltkriegs – dies sind die Komponenten aus denen große Literatur, unerträglicher Kitsch und der zweite Roman von Amélie Nothomb entstehen. Ein Roman über eine Liebe homerischen Ausmaßes in einem Krieg mit unvorstellbaren Grausamkeiten. Die namenlose Heldin kämpft als Aufklärerin auf Seiten der Alliierten und verliebt sich unsterblich in die Italienerin Elena. Elena ist wunderschön, ihr Blick wie destillierter Raffael und Curare zugleich – eine Verbindung, von der man in Sekundenschnelle tot umfallen konnte. Die Liebe zu Elena bleibt unerfüllt, sie wird gedemütigt, Elena gehört zu den Wesen, denen es ein Bedürfnis ist, geliebt zu werden. Nicht, zu lieben: zu lieben war „Amélie Nothomb: Liebessabotage“ weiterlesen