Tom Cruise ist mutig und bekommt dafür den Bambi


Bei der gestrigen Bambi-Verleihung wurde Tom Cruise der Bambi in der Kategorie Courage verliehen. Mut habe Cruise bewiesen durch seinen Einsatz für den Film „Valkyrie“ und insbesondere durch die Übernahme der Rolle des Claus Schenk Graf von Stauffenberg. So schreibt Oliver Jungen auf faz.net Die Laudatio hielt Frank Schirrmacher, der ja schon beim Gedanken an „Valkyrie“ in verzückte Erregung geriet. Und tatsächlich, man kann Herrn Cruise für seinen Mut gar nicht genug bewundern. Nicht nur, dass es ungemein tapfer ist, nicht in schallendes Gelächter auszubrechen, als Schirrmacher Cruise attestierte, das Anliegen Stauffenbergs zu vollenden, nämlich Deutschland zu retten, man muss auch feststellen, dass Tom Cruise auch sonst so einiges auf sich genommen hat. Während der Dreharbeiten musste er einige Zeit in Berlin verbringen und da lauern ja bekanntlich unzählige Gefahren. Nirgendwo sonst ist die Gefahr so groß, einen Döner zu erwischen, dessen Inhalt nicht zur Verarbeitung zu Tierfutter verwendet werden darf. Das Risiko, in Hundescheisse zu treten, sollte ebensowenig unterschätzt werden wie die Gefahr, auf absolutes Desinteresse seitens der Eingeborenen zu stoßen, schließlich ist Tom Cruise nicht Harald Juhnke und hat es noch nicht mal zu einer Statistenrolle in „Drei Damen vom Grill“ gebracht. Umso verständlicher ist die Entscheidung, Herrn Cruise für seinen Mut auszuzeichnen, oder um Schirrmachers Worte zu gebrauchen, Sie ist richtig, sie ist zwingend. Und drei Stunden Preisverleihung abzusitzen, ohne einzuschlafen, ist ja auch eine Leistung. Aber wie es immer so ist, irgendwer hat immer was zu meckern und diesmal moserte Heiner Lauterbach, der es nicht sonderlich mutig fand, einen Film zu drehen und dafür 50 Millionen Dollar zu bekommen. Aber der Lauterbach ist ja nur neidisch, dass er selbst nicht mutig genug ist.

Nachtrag: Bildschirmarbeiter beschäftigt sich auch mit der Tapferkeitsreh-Verleihung.

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9 Gedanken zu “Tom Cruise ist mutig und bekommt dafür den Bambi

  1. Dieses ironische journalistische Geschreibsel über Mut und Neider finde ich einfach nur peinlich !

    Warum macht niemand einmal einen wirklich sinnvollen Vorschlag bzw. Mut dazu, das Richtige zu tun ?!!

    Wenn Tom Cruise wahrhaftig 50 Millionen Dollar für die überzeugende Darstellung eines Mutigen bekommt , der in „Deutschland“
    aufgewachsen ist und gelebt hat, sollte es selbstverständlich sein, das Vermögen in eine Stiftung zu geben, die sich JETZT und HEUTE
    dafür einsetzt, dass gegeiselte und unvorstellbar leidende Menschen von Militärdiktaturen befreit werden !!
    Hier bietet sich z. B. die Stiftung http://www.helfenohnegrenzen.org an.
    Entweder wir helfen JETZT ALLE und arbeiten daran mit, das sich das nicht immer ständig wiederholt oder wir schauen weiter zu !!

    Ob deutsch, europäisch, amerikanisch, afrikanisch oder asiatisch aufwachsend – wir leben alle im gleichen Land , genannt „Erde“,
    dass keine Grenzen mehr schaffen sollte.

    Ich glaube an Tom Cruise und daran , dass er ein Ehrenmann ist und eine solche Verwendung findet , denn er braucht dieses Geld nicht !
    Damit wäre das Geld dann sinnvoll verdient und ebenso sinnvoll von der Filmindustrie ausgegeben bzw. eingesetzt.

    Gleiches gilt für alle anderen großartigen Künstler, die reich belohnt wurden und die Möglichkeit haben
    und hatten, zu lernen und ihre Talente zu entwickeln, um sie für solche Zwecke einzusetzen zu können.

    Damit die Kinder unserer Zukunft stärker werden können, müssen wir alle der nächsten Generation
    als Vorbild dienen.

    Wer sich nicht für Frieden auf der ganzen Welt engagiert und Notleidenden hilft
    – und mit diesem Thema sollte jeder einzelne „große und kleine Erdenbürger“ von Kindheit an gefordert werden –
    braucht sich nicht zu wundern, wenn er selbst wieder einmal keine Hilfe in einer Notlage erhalten wird !

    Aktion ist immer = REaktion

    http://www.seelesuchtecho.blogspot.com

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  2. Wo nun der besondere Mut ist, einen Film über einen Menschen zu drehen, der einen Mörder ermorden wollte und dafür auch noch den Tod anderer Menschen ausser sich selbst in Kauf nimmt, weil sein Traum von einem deutschen Militär- und Monarchiestaat nicht in Erfüllung ging, verschliesst sich mir völlig. Und wer das Zombieweibchen des Scientologylegasthenikers gesehn hat, weiss wofür Cruise das Geld benötigt. Für seine Sekte.

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  3. Was soll denn diese Hasspropaganda schon wieder ?
    Wer nicht mehr an das Gute im Menschen glaubt, hat den Glauben an sich selbst und die Liebe verloren.

    Wir werden sehen, was passiert und wozu Menschen fähig sind !

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  4. Ich weiß jetzt gerade noch nicht, worüber ich mich mehr amüsiere: den lakonischen Beitrag Stefans, der voll ins Schwarze trifft, oder die vorweihnachtliche Weltenretterin, die mit dem Buch Cruise in der Hand zu missionieren versucht.

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  5. Menschlicher intellektueller Hochmut und Dummheit kommen immer vor dem Fall bis man dann vielleicht irgendwann mal die Chance hat, erwachsen zu werden, Hansilein.
    Den Weg müssen wir wohl leider fast alle gehen und die Schmerzen erleben wohl auch !

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  6. jedes Wort ein Treffer !! ,Du sprichst mir aus der Seele.
    T.Cruise als v.Stauffenberg.Als ich die Vorschau im Kino gesehen habe, wollte ich’s erst nicht glauben, dann musste ich mir das Lachen verkneifen.

    habe dieses Blog via Xing entdeckt …
    Weiter so 🙂

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  7. Och ja, der arme Herr Cruise. Musste der wirklich arbeiten für die 50 Millionen ? Mutig. Und dann auch noch in Berlin, wie grausam. Und mutig.
    Glaubt jemand wirklich, dass sich Herr Cruise auch nur die Bohne für deutsche Geschichte interessieren könnte ?

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