Streit zwischen Raymond Carvers Witwe und seinem US-Verlag


Tess Gallagher, Raymond Carvers Witwe, will den Erzählband „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“ neu herausgeben, auf der Grundlage der Originalmanuskripte. Sie will damit beweisen, dass Carvers Stil nicht so minimalistisch war, wie von den Lesern und der Kritik angenommen. Auf diesem Minimalismus gründet sein Ruhm und schon länger beschäftigt man sich mit der Rolle, die Gordon Lish bei der Formgebung von Carvers Erzählungen spielte. Lish war sein erster Lektor und kürzte die Erzählung, teilweise radikal um die Hälfte. Später kam es dann zum Zerwürfnis zwischen Carver und Lish, auf die Erzählungen im Band „Kathedrale“ hatte Lish kaum noch Einfluss.

Tess Gallagher plant, die in „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“ versammelten Erzählungen unter dem Titel „Beginners“ neu zu veröffentlichen, um beide Versionen vergleichbar zu machen. Dagegen protestiert Carvers US-Verlag Knopf. Unklar ist bisher, ob geplant ist, „Beginners“ bei Knopf zu veröffentlichen, der Verlag behält sich aber rechtliche Schritte gegen eine Veröffentlichung in einem anderen Verlag vor.

Quelle: http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=17594&CategoryID=95

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