Cathy Day: Winterquartier



Cathy Day schreibt einen Roman, der eigentlich keiner ist. „Winterquartier“ ist eher eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich alle um einen Zirkus drehen, der in Lima, Indiana besagtes Quartier genommen hat.
Die Erzählungen umfassen einen Zeitraum von rund 100 Jahren, es wird das Schicksal von Jennie und ihrem „Todeskreisel“ erzählt, die Geschichte der großen Flut von 1913 und die Begebenheit, bei der ein Elefant seinen Dompteur ertränkt um sich für die Quälereien zu rächen (ungerechtes Schicksal, es trifft den Falschen!).
Die einzelnen Geschichten sind vielfältig miteinander verwoben, die Stränge gehen auseinander um sich dann doch wieder zu treffen, einzelne Figuren treten auf, verschwinden, werden vergessen um dann doch noch einmal in Erinnerung gerufen zu werden und Cathy Day gelingt dies alles sehr kunstvoll.
Es findet sich Groteskes, Tragisches, Föhliches, Trauiges, aber nichts Langweiliges.
Ein schönes Buch von einer noch jungen Autorin, von der mit
Winterquartier (Dumont) ihr erstes Buch auf Deutsch vorliegt.

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