‪#‎BloggerfuerFluechtlinge


Ich musste kurz überlegen, wie ich die “besorgten Bürger”, die “Asylkritiker” richtig bezeichne, ich versuche, objektiv zu bleiben: Menschen, die sich als Mob vor Flüchtlingsunterkünften zusammenrotten und Menschen bedrohen, die Erlebnisse verarbeiten müssen, die jenseits von dem sind, was wir uns in unseren schlimmsten Albträumen vorstellen können, sind dumme, hässliche rassistische Arschlöcher. Da gibt es keine Abstufungen, wer gemeinsam mit Nazis marschiert, ist selber einer.

Warum ist dieses Land eigentlich wieder zu einem Ort geworden, an dem rassistische Hohlbratzen ihren Müll absondern dürfen und dafür Zustimmung kriegen? Sobald es auf den Nachrichtenseiten um Flüchtlinge geht, kriegt man beim Lesen der Kommentare das Kotzen. Unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit werden Menschenrechte mit Füßen getreten, die nicht mehr zwangsläufig in Springerstiefeln stecken. Auf http://perlen-aus-freital.tumblr.com/ lässt sich nachlesen, wie gern „besorgte“ Bürger Flüchtlinge als Schmarotzer bezeichnen (besonders amüsant, wenn dies von Sachsen geäußert wird, Bewohner eines Bundeslandes, das gerade mal 44 Prozent seines Haushalts selber erwirtschaftet), vergasen, abknallen oder erschlagen wollen. Umso wichtiger, jedem, der einen Satz mit „Ich bin kein Rassist, aber …“ beginnt, zu antworten „Doch, bist du, Arschloch!“ Die Stimmen der Anständigen müssen lauter sein!

Die von mir geschätzte Karla Paul hat zusammen mit Stevan Paul, Nico Lumma und Paul Huizing die Aktion #BloggerfuerFluechtlinge ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion wird die Initiative “Moabit hilft” finanziell unterstützt, die Flüchtlingen in Berlin hilft. Spenden können über betterplace.org weitergeleitet werden.

Wer Flüchtlinge lieber in seiner Region unterstützen möchte, findet vielleicht auf “Wie kann ich helfen” Informationen zu Projekten vor Ort.

 

 

 

 

 

 

Streifzug durch die Frühjahrsprogramme 2015, Teil 3


Welche Titel ich genauer anschauen werde:

Jan Brandt: Tod in Turin (Dumont)

Marc Degens: Fuckin Sushi (Dumont)

Kathrin Spoerr / Britta Stuff: Nach Feierabend (Dumont)

Lukas Hartmann: Auf beiden Seiten (Diogenes)

Emrah Serbes: Deliduman (binooki)

Heðin Brú: Vater und Sohn unterwegs (Guggolz Verlag)

Gerhard Gäbler: Zeit ohne Wiederkehr. Fotografien aus der DDR (Mitteldeutscher Verlag)

Winfried Völlger: Das Windhahn-Syndrom (Mitteldeutscher Verlag)

Tonio Walter: Am sechsten Tag (Schöffling)

Streifzug durch die Frühjahrsprogramme 2015, Teil 2


Welche Titel ich genauer anschauen werde:

Isabell Straub: Das Fest des Windrads (Blumenbar)

Tao Lin: Richard Yates (Luxbooks)

Percival Everett: Ich bin nicht Sidney Poitier (Luxbooks)

Andre Herrmann: Klassenkampf (Voland & Quist)

Elias Hirschl: Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss (Milena)

Thomas Raab: Die Netzwerk-Orange (Luftschacht)

Dietmar Dath: Venus siegt (Hablizel)

Hans Joachim Schädlich: Narrenleben (Rowohlt)

Rachel Kushner: Flammenwerfer (Rowohlt)

Tex Rubinowitz: Irma (Rowohlt)

Stefan Gärtner: Putins Weiber (Rowohlt Berlin)

Hans-Ulrich Obrist: Kuratieren (C.H. Beck)

Jochen Rausch: Rache (Berlin Verlag)

Inger-Maria Mahlke: Wie ihr wollt (Berlin Verlag)

Thomas Wendrich: Eine Rose für Putin (Berlin Verlag)

Alex Bellos: Warum die Elf hat, was die Zehn nicht hat (Sachbuch, Berlin Verlag)

Louis Calaferte: Requiem für die Schuldlosen (diaphanes)

Carl Nixon: Lucky Newman (Weidle Verlag)

Anke Stelling: Bodentiefe Fenster (Verbrecher Verlag)

Éric Vuillard: Kongo (Matthes & Seitz)

Frank Witzel: Die Erfindung der Rote Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 (Matthes & Seitz)

Thomas Macho: Schweine (Naturkunden bei Matthes & Seitz)